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Rezession ?!

Die Zinsstrukturkurve ist üblicherweise ein vorauslaufender Konjunktur-Indikator. Wo befinden wir uns diesbezüglich im Herbst 2017?
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Kommentare

Bild des Benutzers Joao Miguel

Guter Bericht Herr Heri. Was ist denn der Grund, dass die NB es zu einer Übertreibung respektive einer Zinsinversion kommen lassen? Ist eine Rezession von den NB sprich dem Fed evtl. sogar gewollt? Und was ist denn der ökonomische Mechanismus welcher bei einer Zinsinversion zu einer Rezession führt? Bin gespannt auf Ihren nächsten Bericht darüber.
Bild des Benutzers admin

Ihre Fragen werden grösstenteils in den nachfolgenden Fintool-Videos beantwortet: https://fintool.ch/zinskurve-–-was-ist-das sowie https://fintool.ch/zinskurve-und-rezession . Im übrigen werden wir Ende Januar eine neue Serie "Wirtschaftswissen" in der Fintool-Academy aufschalten. Dort werden die entsprechenden Videos in einen Gesamtkontext eingebaut. Schauen Sie doch schon heute einmal rein. Es stehen bereits drei Serien und eine Reihe von Vorlesungen zur Verfügung. Hier gehts zur Academy.
Bild des Benutzers Marco Zahner

Mir ist aufgefallen, dass ein Umfeld von Zinsinversion in UK der Normalfall ist. Der Verlauf der Zinskurven dort scheint weniger Rückschlüsse auf den Konjunkturverlauf zuzulassen.
Bild des Benutzers Felix Rufer

Grüezi Ihre Beiträge sind einfach genial. Wie es präsentiert wird, der Inhalt und vor allem haben Sie den Mut, auch Dinge anzusprechen und aufzuzeigen die die meisten Analysten nicht sagen oder vielleicht mal nicht mal kennen. Bitte weiter so und alles Gute.
Bild des Benutzers Sandra Meier

Weshalb sollte das Fed 'unforciert' eine Zinsinversion kreiieren, wenn die Folgen historisch so schön dokumentiert scheinen?
Bild des Benutzers admin

Schauen Sie sich bitte unseren Kommentar zur ersten Bemerkung an.
Bild des Benutzers Louis Mettler

Sehr geehrter Herr Dr. Heri Ihr Argumentarium betr. Rezession habe ich mit grossem Interesse verfolgt! Sehr gut! Doch - Wenn ich die Medienberichte und vor allem unsere Wirtschaftsführer und Politiker (nicht nur in der CH) verfolge, habe ich den Eindruck, dass es mit der "Situational Awareness“ bei den meisten nicht allzu weit her ist. Die eigentliche Ursache des blutigen Währungskrieges und des scheinbar grenzenlosen „Quantitative Easings" wird mit keinem Wort angesprochen. Mühsam und hilflos schienen mir die WEF-Talks 2017 unter dem Motto «Responsive and Responsible Leadership» bzw. "Globalisierung/Digitalisierung“. Niemand stellt sich wirklich einmal die Frage: „Woher kommen wir, wo stehen wir, und last but not least: wohin steuern/gehen wir?" Anfang der 80er Jahre wurde ich von meinem damaligen Arbeitgeber zu einem SNB-Seminar im Studienzentrum Gerzensee aufgeboten. Auf dem Programm standen vor allem volkswirtschaftliche Themen (Geldmengenpolitik, Inflation, Deflation, Stagflation, Stagnation usw.) - Meine Langeweile wurde indes jäh unterbrochen durch eine provokative Aussage des Professors - und diese hat sich unauslöschlich auf meine Festplatte gebrannt - "Meine Damen und Herren, Sie müssen sich einfach bewusst sein; Es ist eine Tatsache, dass wir heute in der industrialisierten Welt (USA, Europa, Asien) EINE ÜBERPRODUKTION von 50% haben (1984!!)!" - Ich dachte mir, der gute Herr Professor hat sie wohl nicht ganz alle auf der Reihe! Kann ja nicht sein! - Logisch, dass ich konterte und einwendete, dies könne ja wohl nicht sein. Wenn dem nämlich so wäre, würden ja Unmengen von überproduzierten Gütern/Produkten auf Halde liegen und vor sich hin rotten?! NEIN, entgegnete er, die Überproduktion werde abgeschöpft, und zwar wie folgt: 1. Rüstungsausgaben/Defence Hier würden Hunderte von Milliarden jährlich aus der Überproduktion abgeschöpft (aktuell = USA allein ca. USD 800 Mia. p.a.). Leuchtet ein. 2. Staatliche Investitionen Sobald die Konjunktur lahmt, wird der Staat aufgefordert, die schubladisierten Investitionsprojekte "antizyklisch" vorzuziehen (3-fach Turnhallen, Strassen, Infrastruktur usw.) 3. Reduktion der Leitzinsen Hilft 1. und 2. zu wenig, dann sind die Zentralbanken mit der Reduktion der Leitzinsen gefragt. Mit billigem Geld wird zusätzlich Schwung geholt. Dies hat man die letzten 30 Jahre in allen Währungen bis zum "geht-nicht-mehr" vollzogen. Man erinnere sich an die damaligen Marktzinsen (1984): im USD nahezu 20% p.a., in DM/EUR von >10% p.a., im CHF rund 7-8% p.a. usw. - Wo wir heute stehen, wissen Sie so gut wie ich! 4. Subventionen Und bringen die drei ersten Schritte zu wenig (Auf-)Schwung, greift man zu Subventionen. Wie die auch immer heissen, z.B. "Quantitative Easing, Abwrackprämie, Swissair, AirBerlin, UBS, Auto-/Flugzeugindustrie, Landwirtschaft, EUR-Mindestkurs, SNB usw." 5. Wie weiter? Und so fragt uns der Professor nach seiner einleuchtenden Begründung: "Und was denken Sie meine Damen und Herren? Wenn all diese Massnahmen nicht helfen, wer verkauft dann seine Überproduktion noch?" - Es machte sich Stille breit im Raum, grosses Stirnrunzeln - bis der Prof. sagt: "Ganz einfach meine Damen und Herren, derjenige mit der günstigsten Währung!“ Wohlgemerkt, diesen „Meccano" hatte uns der Herr Professor vor gut 30 Jahren an den Kopf geworfen. Und er sollte recht behalten. Da stehen wir nun: Gerüstet, subventioniert wird von den Staaten weltweit mehr denn je. Negativzinsen hüben wie drüben. Gekauftes Wachstum. Und trotz gigantischen Geldmengen-Erweiterungen durch die eigenmächtigen Zentralbanker (whatever it takes…) hängen insbesondere die europäischen Staaten hilflos in den Seilen. Die meisten überschuldet, mit Wasser Oberkante Unterlippe - ja unfähig, allfällige Aktionen gemäss Art. 2-4 zu starten. Kranke Strukturen und die offensichtliche Fehlallokationen von Kapital werden nicht bereinigt. Ein staatlicher Währungskrieg unglaublichen Aussmasses ist im Gange. Verlieren wird der Staat - wer ist das??? Wie gesagt, das wirkliche Problem "Überproduktion" oder neudeutsch "Overcapacity" wird weder von G-20, WEF, Medien, als auch von der politischen und wirtschaftlichen Führung thematisiert. Wenn immer möglich fährt man die Produktion maximal hoch auf 7/24! Situational Awareness ist gefragt: Woher kommen wir, wo sind wir, wohin fliegen wir? Wär doch mal ein Thema... Freundliche Grüsse Louis Mettler Etzelstrasse 10 8852 Altendorf 0797008050

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