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Rentner: Auswandern?

Wir stellen die Frage, was ein "Renten-Franken" im Ausland wert ist. Schauen Sie rein, dann wundern Sie sich nicht mehr darüber, dass so viele Renten im Ausland verkonsumiert werden.
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Kommentare

Bild des Benutzers Josef Meier

Doppelte Kaufkraft für gewisse Rentner in gewissen Ländern mag stimmen. Aber vergessen Sie nicht: Keine Ergänzungsleistungen im Ausland, keine Hilflosenentschädigung, keine Sozialwohnung, keine verbilligten Krankenkassenprämien, keine Sozialhilfe. Überspitzt gesagt, es wäre für die Schweiz wirtschaftlich sinnvoll, für gewisse Rentner die Rente zu erhöhen um sie loszuwerden...
Bild des Benutzers Schmutz

Sie sprachen im Video, dass wir in den nächsten 24 Monaten über eine Volksabstimmung wegen der Überbewertung des Frankens abstimmen würden. Habe ich das richtig verstanden? Und wie würde und genau um was ginge es in dieser Volksabstimmung? Ev. über eine Abwertung um 30% des Schweizerfrankens, d.h. Vernichtung eines Drittels unseres ersparten Geldes?
Bild des Benutzers admin

Nein, nein, es geht nicht um eine Abstimmung zu unserem Schweizer Fanken, sondern um eine, bei welcher  die überhöhten Preise in der Schweiz thematisiert werden.
Bild des Benutzers Itschner Helen

Was nicht bei uns ist, ist günstiger. Vergessen wird aber immer wieder die Kosten der Reise bis an den gewünschten Ort. Wohne ich in der Innerschweiz und will nach Deutschland, weil es dort billiger ist, wird es, zusammen mit der Reise, viiiel teurer. Da würde ich mir lieber die schöne Reise gönnen, aber nicht für den Einkauf.
Bild des Benutzers admin

Es ging uns eigentlich weniger um einen einfachen Konsumtrip ins grenznahe Ausland um dort einen Cafe Latte zu trinken. Es ging mehr grundsätzlich um die Lebenshaltungskosten - deswegen auch die Assoziation mit der Rente bzw. den Rentnern, die sich entscheiden, ihren Lebensabend im (günstigeren) Ausland zu verbingen.
Bild des Benutzers Stefan Wiesendanger

Der Beitrag von Prof. Heri ist nuanciert. Jedoch schwingt das Vorverständnis mit, dass die "Ueberbewertung" des CHF anhand der PPP nicht gerechtfertigt sei. Das führt zu Ressentiments gegenüber dem Handel und einem unwürdigen Schwarzen-Peter-Spiel in Medien und Politik. Es wäre aus meiner Sicht wichtig, die Ueberbewertung immer im ökonomischen Kontext zu präsentieren: 1. Frei handelbare Güter sind in der Schweiz nicht teurer (siehe Unterhaltungselektronik) 2. Teuer ist der nicht handelbare Anteil, im Wesentlichen inländische Löhne und Immobilien 3. Die Löhne sind teuer wegen der enormen Produktivität der Exportwirtschaft, welche das allgemeine Lohnniveau hebt 4. Die Politik des starken Frankens unterstützt, indem sie: a. den Zyklus von steigender Produktivität und steigenden Reallöhnen verstetigt b. die Produktivitätsgewinne an alle Bezüger von CHF-Einkommen verteilt, ohne dass darüber Verteilkämpfe geführt werden müssten Daraus folgt: i. Die "Ueberbewertung" ist auf der einen Seite Folge der Stärke der Schweizer Wirtschaft, auf der anderen Seite Motor dieses Erfolgs, da nur die Besten florieren. ii. Die "Ueberbewertung" kann nur punktuell bekämpft werden, indem der nicht frei handelbare Anteil eines Produkts minimiert wird. Man denke an einen Starbucks-Roboter. Ein Starbucks-Kaffee würde zwar billiger, aber der Coiffeur aus Fleisch und Blut bleibt teuer. (Genauer: Automatisierung und Freihandel würden über erhöhte Produktivität das Wachstum erhöhen, die relativen Kosten - bzw. die Entlöhnung - nicht handelbarer Güter würden über den Balassa-Samuelson Effekt aber eher noch mehr steigen). iii. Die "Ueberbewertung" sozialisiert die Produktivitätsgewinne. Sie ist ein wichtiger Grund, weshalb in der Schweiz die Ungleichheit so klein und die Einkommensverteilung im Vergleich zum UK oder den USA so stabil ist.

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